Freitag, 30. November 2018

Tag 1978 - Erschießt mich bitte!

Gestern partout nicht zum Schreiben aufraffen können, man verzeihe mir die Lücke.

Heute Teil 2 der "Ich gehe wieder arbeiten"-Vorbereitung, ein lange gebuchter Termin beim Friseur meiner Wahl. Er ist schon lange im Geschäft und versteht sein Handwerk, sehr schlank, sehr lange Haare und sehr offensichtlich schwul. Eine Seele von einem Mensch, ich mag ihn.
Mir sind nach des Mädis Geburt die Haare büschelweise ausgegangen, jetzt war der Nachwuchs um die 12 cm lang. Nach ausführlicher Beratung fängt er zu schneiden an, danach färben und lustiges strähnen. Technisch sind Farbe und Schnitt einwandfrei geworden, nur bin ich trotzdem nicht begeistert, anfangs sogar kurz vor entsetzt gewesen.
Auch wenn ich weiß, dass man dem Ausgangsmaterial diesen Schnitt machen musste, war ich mit einer Kurzhaarfrisur nicht vorbereitet. Man sieht zwar viel mehr von meinem Gesicht und die Augen wirken viel größer, das Kindchenschema schlägt stark durch, aber das Kindchen wirkt wie ein Bub.

Kaum aus dem Salon draußen die Kapuze aufgesetzt, Herrn Hase schriftlich vorgewarnt und dann den Blick nach unten bei der Heimfahrt. Das Mädi hat mich wiedererkannt, aber es ist schon noch sehr ungewohnt. Der Friseur konnte meine Miene nicht lesen, wofür ich sehr dankbar bin, weil gearbeitet hat er super, ich aber einfach nicht mit diesem Ergebnis gerechnet habe.
Halb im Spaß zu Herrn Hase gesagt: "Ich bleib doch noch ein halbes Jahr zu Hause und versteck mich im Bett."



Mittwoch, 28. November 2018

Tag 1976 - Ui

Ui, schon spät, ich hab mich aber festgelesen in Middlesex.
Nach einem häuslichen Disput auswärts gegessen, so ist das.

Dienstag, 27. November 2018

Tag 1975 - Schneefall

Aufgewacht und der prognostizierte Schnee war irgendwie nicht da. Um sieben ist es dann aber losgegangen und hat bis zum Nachmittag nicht aufgehört. Der Kinderwagen bzw. dessen abgefahrene Reifen sind nicht für Schnee geeignet, deswegen sind wir mit dem Bus gefahren.
Im Eltern Kind Cafe unterhalten wir uns nett, das Mädi will heute nicht rutschen, sondern spielt vor sich hin, ich hoffe doch, sie bleibt fit. Etwas zu spät weggefahren, zu lange beim Einkaufen gebraucht und daher die letzten zehn Minuten des Weges ein brüllendes Mädi heimgetragen, dort sofort in's Bett, wenigstens schläft sie gleich.
Da glaubt man, man hat es im Griff, naja, wird wohl keine bleibenden Schäden hinterlassen.
Der Rest des Tages ist nix mehr passiert. Kein Sport wegen müde und noch leichten Muskelkater in den Beinen.
Jetzt Bett, früh schlafen wäre fein, nächste Woche geht's los, ich will früh beginnen, damit ich früh wieder beim Mädi sein kann.

Montag, 26. November 2018

Tag 1974 - Baba

Die letzte Woche meiner Elternzeit ist angebrochen.
Heute also Abschied in der Krabbelgruppe, es regnet in Wien und es sind nicht viele gekommen, es ist heimelig. Das Mädi mampft mit den anderen Mäusen Striezel und spielt vergnügt. Beim Verabschieden winkt sie den Betreuerinnen und sagt “Baba.“
Beim Schreiben wird mein Herz schwer, die Zeit vergeht wirklich so schnell. Gerade war das Mädi noch ein winziges Baby, bald wird sie 18 Monate und zieht mit dem Papa um die Häuser.

Sonntag, 25. November 2018

Tag 1973 - Berichten

Lange geschlafen, beim Sport viel Energie gehabt, heute waren wieder die 50er Jahre dran.
Zu Hause gesaugt und Bad geputzt, gelesen, gegessen, mit dem Mädi gespielt. Und mehr gibt es über diesen Sonntag nicht zu berichten.

Samstag, 24. November 2018

Tag 1972 - Nachbarn

Schlecht geschlafen, zuerst Füße kalt, dann Blase voll, danach blöd gelegen. Wie gerädert aufgewacht.

Das Mädi hat heute Schuhe vom Fachhandel bekommen nebst ausführlicher Beratung. Ein engagierter Typ, der ihr zum Schluss noch einen Luftballon an den Wagen bindet. Das Mädi hat jetzt schöne, mit Lammfell gefütterte Gehanfängerboots. Und wir werden auch weiterhin dort Schuhe für sie kaufen.

Um die Mittagszeit läutet es, ich mache auf, die unter uns wohnende Nachbarin steht vor der Tür und bedankt sich, dass sie unsere Sessel nicht mehr hört. Wir haben Parkett und relativ schwere Stühle, sie musste zweimal am Tag die Rückerei mithören. Seit ein paar Wochen haben wir Filzgleiter auf den Stuhlbeinen, damit die arme Frau unten nicht wahnsinnig wird. Sagt's und gib mir einen Packen Pixiebücher für das Mädi ❤
Ich war ernsthaft äääh beschämt (?), ich will niemanden stören und mir war es sehr unangenehm, dass wir “Krach“ gemacht haben. Herr Hase und ich hatten vor 10 Jahren übles Pack als Nachbarn und ich weiß daher, wie sehr das an den Nerven zehren kann.
Daher heute: große Nachbarnzuneigung




Donnerstag, 22. November 2018

Tag 1970 - Zukommen

Spät aus einem unangenehmen Traum hochgeschreckt. Heute: Verdacht auf Metastasen im ganzen Körper. Das geht jetzt wieder verstärkt so, entweder Krebs oder ich lass im Traum das Mädi alleine.
Vermutlich liegt es an den Veränderungen, die bald auf uns zukommen, meine Elternzeit ist mit November zu Ende, der Papa übernimmt und ich bin Vollzeit im Büro. Mein Tagesablauf wird ein komplett neuer und ich sehe sie nur mehr (schlafend) morgens und abends.
Das Mädi schläft noch länger als ich und wir wackeln etwas später als sonst aber sehr vergnügt zum Schwimmen. Heute ist die letzte Einheit und wir bleiben bis zu Mittag dort.
Das Mädi will dann nicht schlafen, also mach ich alles neben ihr, telefonieren mit Krankenkasse und Friseur, Küche, aufräumen, Kinderwagen neujustieren. Herr Hase kommt heute etwas früher heim und ich entscheide, dass der Sport heute ohne mich stattfindet, ich bin zu müde.
Jetzt noch Wäsche aufhängen, Serie, schlafen.
Morgen Termin bei der Kosmetikerin, die Vorbereitungen für den Job beginnen.

Mittwoch, 21. November 2018

Tag 1969 - Grau in grau

Von Severus Snape geträumt 😢
Lange und ohne größere Unterbrechungen geschlafen und was bin ich heute?
Richtig, ein Laschi!
Draußen ist es aber auch grau in grau, wir machen eine größere Tour am Vormittag und lassen es dann gut sein.
Lustigen Austropop entdeckt:

Dienstag, 20. November 2018

Tag 1968 - Obwohl

Obwohl die Nacht zum abgewöhnen war, ich zig mal geweckt wurde, auf der Toilette und in der Küche war, der Tag war wirklich gut.
Wir gehen noch im Trockenen ins Eltern Kind Cafe, das Mädi ist gut drauf, es ist nicht viel los, ideal also. Sie spielt ausgeglichen vor sich hin, isst mit viel Appetit und will am Schluss nicht nach Hause gehen. Es geht ihr also wieder gut.
Draußen schneeregnet es, wir haben natürlich keinen Regenschutz mit und werden ziemlich nass.
Daheim lege ich das Mädi gleich in's Bett, trockne unsere Sachen und mache die Wäsche, die nie aufhört. Das ist echt eine Sisyphusarbeit.

Das Mädi schläft knapp zwei Stunden, verputzt dann eine große Portion Mittagessen und den Rest des Nachmittags spielen und singen wir. Ich müsste hundemüde sein, tatsächlich bin ich aber wach und gut gelaunt und freue mich sehr an dem süßen Mädi.

Abends Sport. Ich mag diesen Tag.



Montag, 19. November 2018

Tag 1967 - Jobs

Der erste Schnee in diesem Winter.
Hat das Mädi nicht wirklich beeindruckt, ist halt kalt und nass, einmal anfassen reicht. Heute waren wir nicht in der Krabbelgruppe, sie schien mir noch nicht fit genug. Also nur kurz zum Supermarkt, nein, danke, ich will keine Kundenkarte oder App, wir sind schon wieder weg.
Das Mädi schläft dann um 11 schon ein und wacht nach zwei Stunden vergnügt auf. Mittagessen, spielen, rausgehen. Auf der Straße treffe ich einen Arbeitskollegen, der mit seinem Sohn beim Arzt bei uns in der Nähe war. In zwei Wochen bin ich wieder da.
Dann war der Plan, noch etwas einzukaufen, aber keine Chance, das Mädi brüllt und weint und wird von mir auf der Hüfte heimgetragen. Zu Hause lege ich sie hin, sie braucht noch ein bisschen, dann ist wieder aus der Schleife heraußen.

Ich hab ja einen recht spezifischen Job in der IT und das Glück oder wie man das auch immer nennen will, dass das gerade sehr gefragt ist. Angebote kommen viele über xing und Konsorten rein. Ich hab schon Sonntag vormittags Anfragen ala “Hallo Helga, wir suchen einen IT-Allrounder, bist du interessiert?“ bekommen, wo ich nur WTF? denken konnte.
Ich hasse es, im beruflichen Kontext geduzt zu werden, ich bin kein Allrounder, sondern in meinem Bereich durchzertifiziert und überhaupt - geht's noch unprofessioneller? Da ich im Profil drinnen stehen hab, dass ich nicht verfügbar bin, gibt es auch keine Antwort. Lest halt gescheit, das gehört zum Job dazu.
Der Recruiter heute hat aber den Vogel abgeschossen, er hat mir eine Nachricht geschickt, die für jemanden anderen gedacht war. Diesmal hab ich geantwortet, wenn auch ziemlich süffisant.

Sonntag, 18. November 2018

Tag 1966 - Vernünftig

Eine Nacht voller Unterbrechungen, aber ist ja nix neues, oder? Womöglich bin ich an meiner Müdigkeit aber auch selber schuld: Ewig Videos schauen, dann lesen, dann noch sinnlos auf Instagram herumtreiben, und dann nicht gleich schlafen können. Dann ist man schon etwas sehr fertig, wenn das Mädi nach mehrmaligen Weinen in der Nacht am nächsten Morgen um 07:30 am Bett steht.

Trotzdem zum Sport gegangen, ich war schließlich die ganze Woche nicht und heute bin ich dort sogar gelaufen. Am Stand und nicht viel, auch mitgesprungen bin ich. Knie und Hüfte melden sich halt, da fällt mir ein, ich sollte zum Antikörper Subsets Test in's Labor gehen.
Der Neurologe hat interessante Dinge gesagt: Wer nicht bei der Behandlung mitmachtkämpft und leben will, schafft es nicht. Wobei das auch keine Garantie ist.
Und: Manchmal überreagiert der Körper bei der Bekämpfung und greift unschuldige Zellen bzw. Gewebe an, in meinem Fall wären das die Gelenke, die ohnehin schon anfällig waren.
Ich lass das mal so stehen, jeder kann sich dazu seine eigene Meinung bilden.
Was ich für mich festgestellt habe: Aufgeben is nich, egal, ob es der Krebs oder die Gelenke oder sonst was ist.

Heute bin ich vernünftig und leg mich gleich lesend ins Bett, das Mädi schläft bereits den Schlaf der Rekonvaleszenten.

Samstag, 17. November 2018

Tag 1965 - Dreitagefieber

Das Mädi hatte das Dreitagefieber.
Heute ist sie fieberfrei, aber mit einem eindeutigen Ausschlag aufgewacht. Es gab auch keine weiteren Symptome wie Husten oder Schnupfen, also war's das wahrscheinlich.
Trotzdem hatten wir keinen guten Vormittag. Ein dramatisches Mädi und ich mit PMS ergeben eine explosive Mischung, es gab vor 10 Uhr schon Geschrei.
Nachdem der Wäscheständer geflogen, der Mistkübel im Bad ausgeräumt und Bücher geworfen wurden, war ich auf 180. Das Mädi hat dann von 10 bis 13 Uhr geschlafen, was für alle das Beste war.

Nachmittags noch eine Runde mit ihr gemacht, es ist kalt geworden, d.h. der Fellsack ist jetzt wieder im Wagen und die Maus ist heute mit dicker Winterjacke ausgestattet worden. Bei der Spazierfahrt war sie immer wieder weinerlich, der Virus steckt ihr noch in den Knochen. Oder ich hab weniger Geduld, das kann natürlich auch sein.

In 15 Tagen fange ich wieder zu arbeiten an. Ich bin etwas zwiegespalten, zum einen bin ich froh, dass ich wieder rauskomme, ein Leben als Hausfrau wäre nix für mich. Auf der anderen Seite habe ich Bedenken, dass das Mädi und ich dann zu wenig Zeit miteinander haben. Aber gut, Vollzeit werde ich wahrscheinlich eh nur ein halbes Jahr arbeiten.
Aber: wieder ordentlich angezogen sein! In Ruhe essen können! Auf eine Sache konzentrieren können! Mit den Kollegen Witze reißen!

Ich mag eigentlich keinen dramatischen Metal, aber dieser Stimmumfang!!!!





Freitag, 16. November 2018

Tag 1964 - Vergessen

Tatsächlich aauf den Post vergessen.
Dem Mädi geht es wieder besser, krank ist sie aber noch. Am Vormittag hat sie sich mit meiner Hilfe selbst ins Bett gelegt und zwei Stunden geschlafen.
Jetzt heißt es auch für mich in's Bett.

Donnerstag, 15. November 2018

Tag 1963 - Erwischt

Das Mädi ist krank, aufgewacht ist sie mit über 39 Grad Fieber. Es muss ihr ziemlich schlecht gegangen sein, sie hat viel geschrien und geweint. Nachdem ich zumindest ein bisschen Fiebersaft in sie hineinbekommen hab, hat sie noch eine Stunde geschlafen, danach war sie fitter. Bis zum frühen Nachmittag war sie auch wieder quietschvergnügt, vor allem als Herr Hase heimgekommen ist.

Beim Kinderarzt spielt sie noch im Wartezimmer, bis sie wieder wärmer und müde wird, beim Messen hatte sie schon wieder 39,2. Zu dritt haben wir ihr ein Zäpfchen verabreicht, beim Blutabnehmen hat sie sich mit Händen und Füßen gewehrt. Mein Randalierer-Mädi.
Im Wagen ist sie sofort eingeschlafen, das arme kleine Ding, sie schläft noch immer, später geben wir ihr eine Flasche uund nochmal Fiebersaft. Es scheint sie doch ordentlich erwischt zu haben.

Mein Chef hat mir heute geschrieben, in etwas über 2 Wochen geht es wieder los für mich und Herr Hase geht in Elternzeit.

Mittwoch, 14. November 2018

Tag 1962 - Fiebersaft

Stückchenweise geschlafen, ab fünf nur mehr gedöst. Das Mädi schläft ein bisschen länger als ich und ist warm und weinerlich. Das Fieberthermometer sagt 38,5. Haut mich jetzt nicht um, aber man merkt es halt.
Sie ist anhänglich und heult viel, bei einem kurzen Spaziergang inklusive Einkauf hängt sie im Wagen.
Mittagessen geht so, aber Schlafen danach ist schwierig, eine Stunde später ist sie schon wieder auf. Ich schummle ihr ein bisschen N.ureflexsaft rein und danach geht es ihr merklich besser.
Da sie sonst keine Symptome hat, gehe ich davon aus, dass es ein Backenzahn ist, der da Ärger macht. Morgen haben wir ohnehin einen Kinderarzttermin, der wird es wohl herausfinden.
Hoffentlich ist diese Nacht besser, ich hab ihr noch Fiebersaft gegeben, wir sollten alle schlafen können.

Dienstag, 13. November 2018

Tag 1961 - Speibn

Wir haben ausgeschlafen, ich mit Unterbrechungen bis sieben, das Mädi bis acht. Danach gemütlich ins Eltern Kind Cafe, die üblichen Kumpels sind nicht da, aber es geht ihr eh hauptsächlich um das Spielzeugangebot. Tonnen über Tonnen.
Kurz nach elf ist sie nicht mehr so gut aufgelegt, wir rollen heim, beim Mittagessen sagt sie aber nur: “Nein.“

Wacht nach einer Stunde auf, quengelt und ist warm. Sehr super! Die Küche schaut noch aus wie Sau, ich hab nur die Wäsche bisher gemacht. Nach einiger Zeit kann ich sie aber wieder in ihr Gitterbett legen, sie schläft noch eine Weile, bis dahin kann man auch die Küche wieder betreten.
Als das Mädi wieder wach ist, geb ich ihr eine Flasche Milch, die sie auch trinkt. Wir sitzen auf dem Sofa und schauen Buch, da kommt ein Schwall Milch mit Dinkelwaffel und Tomate aus ihr raus. Schnell auf den Boden gesetzt, der nächste Schwall, diesmal auf den Teppich. Wobei: Ist nur von Ikea, ist eh wurscht.

Mädi umgezogen, Kotze rausgerieben, mich hat sie auch erwischt und ein schlappes Mädi angelehnt. Mein armes Baby!
Abends ging es ihr wieder besser, sie hat erhöhte Temperatur, musste aber nicht mehr speibn.

Montag, 12. November 2018

Tag 1960 - 12von12 November

Ich bin seit 5 Uhr wach und muss mich wiederholen: Ich bin müde, sehr müde.
Daher heute nur Bilder, bitte besuchen Sie hierzu Instagram.

Sonntag, 11. November 2018

Tag 1959 - Ernährung

Das Mädi war schon gegen 06:30 munter, hat ihren Vater im Bett gesehen und hat sich gar nicht mehr eingekriegt vor lauter "Papa, Papa" rufen. Zur Erklärung: Herr Hase schiebt im Moment sehr viele angeordnete Überstunden und ist daher nur Sonntags im Bett, wenn sie aufwacht.

Spielen mit dem Mädi, Haushalt nebenbei, dann zu BBP. Ich fand diese Stunde wirklich toll, anspruchsvoll, aber nicht zu anstrengend. Nur die Musik geht gar nicht! 50er Hits, zum Davonrennen. Da war das hier noch am Harmlosesten:

Nachmittags dann Ohrensausen und Erschöpfung. Einmal Mädi in das linke Ohr gebrüllt, beim anderen unbedingt zu viel Schoko essen müssen, ich lern's auch nie.
Jetzt noch über Ernährung lesen, Serie, Bett.

Samstag, 10. November 2018

Tag 1958 - Zeit und Tempo

Den Vormittag allein mit dem Mädi verbracht. Nach dem Frühstück sind wir losgesaust, Schuhe schauen, Handschuhe kaufen, bummeln halt. Ich habe von der Früh weg Spannungskopfschmerzen und immer, wenn es mir nicht gut geht, esse ich schlecht. Heute im Möbelhaus Malakofftorte. Schaumzeugs, das ich normalerweise gar nicht mag. Blöderweise bin ich seit Monaten müde, so wie fast alle Mütter eines Kleinkindes.
Bei Größe 36/38 ist es wahrscheinlich ein Luxusproblem, aber ich mag nicht so viel Zucker essen.

Das Mädi hat im Bällebad auf jeden Fall ihren Spaß, ich lasse sie eine halbe Stunde herumtoben, danach geht es mit Theater nach Hause. Wer setzt denn bei 10 Grad und Wind schon eine Mütze auf?
Vom Mittagessen nimmt sie drei Bissen, danach schläft sie lange und übt Nachmittags gehen. Ein paar wackelige Schritte gehen schon ganz gut, dann lässt sie sich meistens auf den Popo plumpsen. Sehr süß und auch das, was ich mir die ganze Zeit gedacht habe: Das Mädi macht das schon, zu seiner Zeit und in ihrem Tempo.

Donnerstag, 8. November 2018

Tag 1956 - Energisch

Heute morgen habe ich im Halbschlaf den schwarzen Seitenschläferpolster für Herrn Hase gehalten und mich gewundert, warum der noch nicht in der Arbeit ist. Aufgestanden und alleine Kaffee getrunken, noch schnell unsere Badetasche gepackt.
Trotzdem mal wieder ewig gebraucht um mit dem Mädi aus der Wohnung zu kommen. Beim Schwimmkurs macht sie das meiste mit, zweimal haben wir noch, dann lassen wir es mal gut sein. Das Mädi zeigt mir mal wieder wie energisch sie sein kann, wenn ihr etwas nicht passt, schreit sie laut “aaaaaahhhhh“, sehr süß, ich musste fast lachen. Das macht sie jetzt immer wieder, wahrscheinlich aber nicht lange, da wir uns nicht davon erpressen lassen. Jetzt weiß ich aber, dass ihr nur mehr wenige Zähne fehlen.

Nachmittags zum Neurologen, der meint, alles nicht aufregend, wie testen mal die Subsets (Antikörper) und machen ein MR von der Wirbelsäule. Ein lieber kleiner Mann ist das.

Danach noch zum Sport, ich bin froh und auch stolz auf mich, dass ich noch hingegangen bin, tatsächlich fühle ich mich dabei und danach gut. Und zufrieden.

Mittwoch, 7. November 2018

Tag 1955 - Zuhause

Sehr früh aufgewacht.
Das Mädi schläft bis nach 7, das ist ok.

Zuerst schüttet das Mädi mal wieder die Wasserschüssel des Katers um, dann lass ich den Napf mit dem Feuchtfutter fallen. Das Wasser sofort aufgewischt, ich will schließlich keinen Wellenparkett. Die Tür hinter dem Feuchtfutterunfall zugemacht, dem Mädi Mittagessen gemacht und hingelegt. Danach so ziemlich alles auf den Boden geworfen, den Esstisch hat eh schon das Mädi abgeräumt, Tische abgewischt. Altpapier und sonstigen Müll weg, Spielzeug auf einen Haufen, alles wieder auf seinen Platz geräumt.
Das Katzenfutter entfernt und bis aufs Schlafzimmer alles gesaugt und gewischt.
Die Küche nicht niedergebrannt, sondern aufgeräumt, die Spülmaschine ein- und ausgeräumt.
Warum ich müde bin? Ich habe keine Ahnung.

Dienstag, 6. November 2018

Tag 1954 - Nächte

Die Nacht war unterirdisch.
Irgendwann heult das Mädi, steht in ihrem Bettchen und klammert sich an mir fest und beruhigt sich nicht wieder. Ich muss sie mit in mein Bett nehmen, sie erwürgt mich fast, so sehr braucht sie den Körperkontakt. Eine Zeitlang liegt sie zwischen Herrn Hase und mir, dann lege ich sie wieder in ihr Bettchen zurück.
Um 04:30 das nächste Gebrüll, als ich um 07:30 aufwache, bin ich total fertig, stehe trotzdem zügig auf und lasse die Kleine noch schlafen, sie scheint es nötig zu haben - so habe ich wenigstens Zeit zu frühstücken und die Sachen für heute herzurichten.
Bis kurz vor 9 schläft sie, trinkt das Flascherl noch im Bett, ist aber sonst gut aufgelegt, das heißt wir fahren gleich zum Eltern Kind Cafe. Dort ist sie auch zugänglich und spielt, ich unterhalte mich mit zwei Müttern, die ich von der Krabbelgruppe kenne. Zu Mittag fahren wir nach Hause, das Mittagessen kommt nicht gut an, was ich verstehen kann. Vegane Gemüselaibchen sind diesmal gleichbedeutend mit Sägemehl.

Verspäteter Mittagsschlaf, zu dem man sie ein bisschen überreden muss. Ich bin sehr, sehr müde, will mich aber nicht hinlegen. Später am Nachmittag nochmal kurz raus, dann nur mehr Abendessen, lesen, Serie und Bett. Hoffen wir auf eine bessere Nacht.


Montag, 5. November 2018

Tag 1953 - WMDEDGT 11/18

WMDEDGT bedeutet "Was machst du eigentlich den ganzen Tag?" von und mit Frau Brüllen.

Los geht's um 06:45 und dann kann ich ihr nur nachlaufen, so aktiv ist das Mädi wieder. Dabei habe ich Muskelkater in beiden Oberschenkeln dank der sehr motivierten Trainerin am Sonntag. Wir gehen wie üblich am Montag zur Krabbelgruppe, das Mädi ist heute komplett überdreht, ist überall dran und schubst ein Kind weg, das natürlich heult, will mir dann die Kaffeetasse aus der Hand reißen und ist wirklich, wirklich zum an die Wand picken.
Wenn ich noch einmal höre, wie es jemand, der so süß aussieht, so viel "Temperament" haben kann, krieg ich einen Anfall.
Wie auch immer, kaum waren wir draußen, hat es einen Anschiss für das Mädi gegeben. Zähne, Temperament, Sprung, was auch immer, so ein Verhalten toleriere ich nicht.

Daheim komm ich nicht mehr zum Mittagessen machen, sie ist raunzig und will schlafen. Ich erledige daher gleich einiges, Küche und Haushalt hören eh nie auf, Müll runtertragen, Kinderwagengestell putzen, selber essen.
Ich hüstle wieder, also wird ein Termin bei der Hausärztin ausgemacht, am Freitag huste ich ihr mal vor. Den Neurologen erreiche auch auch endlich, zu dem geh ich am Donnerstag.

Nachdem das Mädi wieder aufgewacht ist, gibt es ein verspätetes Mittagessen für sie, danach gehen wir raus, erwischen noch ein Paar Stiefelchen für sie und fahren nach einer Runde wieder heim und spielen. Sie ist jetzt wesentlich besser drauf und friedlich, der Papa kommt heim und wird freudig begrüsst. Das Mädi übt gehen, steht mal frei in der Gegend rum und macht ein paar Schritte und hängt viel auf ihrem Vater, der nach 10 Tagen zu Hause heute wieder den ersten Tag arbeiten war.

Beim Abendessen isst das Mädi - wie den ganzen Tag über - recht ordentlich, nachdem sie schlafen gegangen ist, bügle ich und schaue dabei eine Serienfolge. Um 22:15 geh ich ins Bett, kann aber noch lange nicht einschlafen.

Sonntag, 4. November 2018

Tag 1952 - Nur schlafen

Tagwache um 06:30.
Spätabends über das Hüsteln nachdenken ist keine gute Idee. Ich weiß nicht, wie ich es beschreiben soll, aber die Angst hat sich wie eine kalte Hand auf meinen Brustkorb gelegt. Es wird nicht aufhören, dieses ewige auf jeden Pups achten.
Jedenfalls habe ich heute kaum gehustet, falls es wieder anfängt, bin ich bei der Ärztin. Für die Jahreskontrolle werde ich mir noch was überlegen, mein Arzt meinte, es reicht eine Mammographie, ich hab aber ein Schreiben in meinem medizinischen Unterlagen, dass mich als Hochrisikopatientin ausweist und somit CT und MRT empfiehlt.
Ich hab keine Ahnung. Ich weiß nur, dass ich ein kleines Kind hab, für das ich da sein muss.

Zum Sport gegangen, trotz Müdigkeit, kneifen gibt es halt nicht. Am Sonntag wechseln sich die Trainer ab, die heutige war auf Bootcamp unterwegs, ich hab halt das mitgemacht, was ich konnte. Danach wieder mit dem Mädi hingelegt und tatsächlich eine Stunde geschlafen. Heute versuche ich, wirklich früher schlafen zu gehen. Nicht husten, nicht denken, nur schlafen.



Samstag, 3. November 2018

Tag 1951 - Leut gibt's

Das Mädi beginnt den Tag vor 7 Uhr und ich bin müde, so müde. Herr Hase übernimmt und steht mit ihr auf, ich quäle mich eine Stunde später aus dem Bett.
Nach dem ersten Kaffee ist eben dieser alle und ich schleiche zum Supermarkt, ungewaschen und mit ungeputzten Zähnen. Herr Hase und das Mädi sind dann unterwegs, ich räume auf und putze ein wenig und stelle einmal wieder fest, dass ich Alkohol vertrage, aber wenig Schlaf nicht so. Ürgs.

Zu Mittag schlafe ich eine Runde mit der Kleinen mit und bin dann noch immer müde, ein Nachbar über uns schaltet irgendwas ein, was Krach macht, wir wissen nicht wer und was es ist, aber es ist nervig.
Den Rest des Nachmittags bin ich so halb wach, wir spielen mit dem düsigen Mädi und ich bin wirklich froh, als es zum Abendessen geht. Um 19 Uhr bin ich auch wieder wach, logisch, oder?
Ein Nachbar schaut vorbei und berichtet vom schändlichen Verhalten eines anderen Mitbewohners, das uns alle angeht und wir vereinbaren für morgen ein Treffen. Leut gibt's.

Mädi bettfertig machen, und jetzt doch wieder bemerken, wie müde ich bin.

Tag 1950 - Nachtrag: Verbindung

Vormittags in die Therme, so wie tausende andere auch. Der Kleinkinderbereich ist voll, im Becken sind allerdings mehr Erwachsene als Kinder. Wir auch - zwei Elternteile und ein Mädi.
Gegen Mittag gehen wir wieder heim, das Mädi will aber nicht schlafen.

Wir lassen sie spielen und gegen 14 Uhr wird sie müde, ich geniesse die längere Pause und gehe das Chlorwasser abspülen und kann auch noch gemütlich Haare waschen. Heute abend habe ich frei und gehe mit einer Freundin essen.
Abends küsse ich Herrn Hase und die Kleine und verschwinde mit Wein und Süßigkeiten in der Tasche Richtung Innenstadt. Ich bin früh dran, steige schon beim Karlsplatz aus und gehe den Rest des Weges zu Fuß, laufe am Schmuckgeschäft meiner Cousine vorbei und erinnere mich leidvoll, dass es einen bestimmten Grund gibt, dass die Stiegengasse so heißt wie sie eben heißt.

Wir sind beim Asiaten verabredet, das Essen ist wirklich gut, die Bedienung verpeilt und wir nach dem dritten oder vierten Spritzer etwas angeheitert. Meine Freundin ist Strohwitwe bzw. in einem angespannten Beziehungsstatus. Wir reden viel über unsere Kinder, aber irgendwie passt es lange nicht für ein Gespräch, das wirklich in die Tiefe geht.
Erst nach einiger Zeit und Alkohol kommen wir richtig auf ihre Ehe und meine Kombination Krebserkrankung und Kind zu sprechen.
Dann noch einen kurzen Absacker bei ihr zu Hause, ich fange wieder zu husten an.

Es ist ein trockener Reizhusten, den ich auch schon vor Wochen hatte, als das Mädi krank war. Es kitzelt in der Kehle, angestiftet von der Unterhaltung google ich bei der Heimfahrt Symptome von Lungenmetastasen. Egal, was ich für Beschwerden habe und jemals haben werde, ich werde es immer in Verbindung mit dem Brustkrebs bringen.
Das ist nicht angenehm, aber so hab ich es auch meiner Freundin erklärt: So ist das nun mal, damit kann, nein muss ich umgehen können.

Donnerstag, 1. November 2018

Tag 1949 - Affe

Halloween war enttäuschend, da waren nur zwei oder drei Riesengruppen vor der Tür.

Das Mädi ist mal wieder düsig. Dieses Kind kommt mir manchmal wie ein wild gewordenes Rudel Affen vor, woher hat sie nur dieses Temperament?